gesetzliche Hilfe

Pflegegrad

Für viele Familien mit Kindern in schwieriger Ernährungssituation ist der Pflegegrad ein Thema. In Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme und oft auch den folgenden Ausscheidungen sind viele Alltags- und Pflegevorgänge erschwert und nehmen mehr Zeit in Anspruch. Der Pflegegrad wird bei der Pflegekasse beantragt. Diese beauftragt einen Gutachter des MDKs (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) der die Situation im Rahmen eines Hausbesuchs beurteilt, also nur einen kleinen Einblick bekommt. Im Internet findet man viele Hilfen und Beschreibungen des Ablaufs. Eure Krankenkasse versorgt euch mit den nötigen Unterlagen. Folgende Tipps können wir euch geben:

  • seid, wenn möglich nicht alleine, während des MDK-Besuchs; im Idealfall ist jemand vom Pflegedienst anwesend (wenn vorhanden)
  • seid gut vorbereitet und führt möglichst über den Verlauf von 2-3 Wochen ein Pflegetagebuch
  • führt sowieso Buch über Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Apothekenbesuche
  • seid ehrlich: was kann das Kind nicht oder nur teilweise selbst, wo fällt Mehrarbeit an
  • wichtig ist auch, dass ihr bei Bedarf Einspruch in der gegebenen Frist einlegt
  • aufgepasst: zum Erhalt des Pflegegrades ist eine halbjährliche Pflegeberatung notwendig

Schwerbehindertenausweis

Auch ein SBA steht K.i.s.E.-Kids zu. Welchen Grad der Behinderung (GdB) und welches Merkzeichen euer Kind bekommt, hängt aber von der einzelnen Verfassung des Kindes ab und kann hier, von uns, nicht pauschalisiert werden. Nicht der SBA sondern der GdB wird beim zuständigen Versorgungsamt beziehungsweise der nach Landesrecht zuständigen Behörde beantragt. Die jeweilige Adresse könnt ihr beim Bürgeramt erfragen. Wird ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr festgestellt, erhält der Antragsteller einen Schwerbehindertenausweis. Im Antrag werden Angaben zur Person, zur Behinderungen, zu Erkrankungen und zu ärztlichen Behandlungen, Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten abgefragt. Auch hier gilt es die Widerspruchsfrist im Falle einer Ablehnung einzuhalten. Mit dem SBA kann man sich gegenüber Arbeitgebern, Sozialleistungsträgern, Behörden und dergleichen als schwerbehindert, für bestimmte Nachteilsausgleiche und Rechte, ausweisen. Informiert euch auch über kostenfreien Nahverkehr und Steuervorteile.

Weiteres

Verhinderungspflege – die Verhinderungspflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung für den Notfall, Urlaub oder die Erholung der pflegenden Person. Sie darf ab dem 2. Pflegegrad und ab eines Pflegezeitraums von mindestens 6 Monaten in Anspruch genommen werden.

Kurzzeitpflege – die Kurzzeitpflege soll helfen Krisensituationen zu überbrücken. Hierbei handelt es sich um eine ausserhäusliche Pflege in einer Pflegeeinrichtung über einen begrenzten Zeitraum (maximal 56 Tage im Jahr). Auch hier muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden.

Informiert euch auch über das persönliche Budget, den Schwerbehindertenparkausweis und weitere Dienst- und Sachleistungen.